Segeltörn British Virgin Islands 2014 - Ammen-Hai in Sicht

Für diesen Tag hatten wir uns vorgenommen, einmal früher auszulaufen und hatten ganz mutig 9:30 Uhr angepeilt. Diese plötzliche Unterbrechung unserer sehr chilligen Morgenroutine führte dazu, dass alle schon um 8:50 Uhr fertig waren und wir ablegen konnten. Das erste Ziel des Tages war mit der Insel Great Dog auch nur 2,5 Seemeilen entfernt, so dass wir gegen den Wind auch direkt unter Motor in einer reichlichen halben Stunde hin fuhren. Auch heute ärgerte uns der Katamaran vom Vorabend,in dem er kurz vor Erreichen des kleinen Bojenfeldes noch unter Vollgas überholte. Unsere Hoffnung auf eine der 5 Mooring-Tonnen schwand, aber irgendwie sind wir hier wahre Glückskinder und wir erwischten wieder die eine gerade noch freie Boje. Wir machten fest und holten erst einmal das Morgens ausgelassene Frühstück nach. Danach schlüpften wir schnell in unser Schnorchelequipment und suchten das kleine Riff nach Fischen ab. 

Fünfter Segeltag - Marina Cay über Great Dog nach Virgin Gorda Harbour

Ich muss zugeben, ich habe die Riffe und Korallen hier etwas farbenfroher erwartet habe, aber die Fische machen das wieder wett. Es gibt viel zu sehen und ich habe sogleich meine GoPro ActionCam zum Einsatz gebracht. Leider ist es schwierig mit dem großen Weitwinkel die Fische und kleinen putzigen Dinge einzufangen, daran muss ich noch arbeiten. 

Unter die vielen kleinen Fische hatte sich auch ein etwas größerer Genosse gesellt. Ein Nurse-Haioder auch Ammen-Hai hatte es sich unter unserem Schiffsrumpf bequem gemacht und wachte die kompletten 4 Stunden dort regungslos. Mein Versuch, das ganze als harmlosen Rochen an den Rest derCrewzuverkaufen, wurde schnell enttarnt, aber wirklich gefährlich sind die Haie hier nicht. Wir beobachteten ihn daher, ließen uns aber auch nicht von unserem Badespaß abhalten. Nach ausgiebigemSonnenlegten wir gegen 14 Uhr wieder ab und machten uns auf den Weg zum Yacht Harbour von Virgin Gorda. Die sehr entspannte Atmosphäre an Bord wurde bei der  Einfahrt in den Hafen durch dieTiefenanzeige der Yacht gestört.  Dieser ist wirklich sehr flach und teilweise hatten wir nur knapp 1 Meter Wasser unter dem Kiel. Mit Franz im Ausguck und auf Schleichfahrt, schafften wiresdann aber doch sicher an den Meldesteiger. 
Der Check-In war wie fast überall sehr nett und unkompliziert und ein Servicemitarbeiter wies uns am Dock dann einen Liegeplatz zu. Hier hatte ich fast schon Heimatgefühle, waren die Boxen doch durch Dalben begrenzt und hatten längsseits kleine Stege. Alles sehr nett angelegt und kommt auch nicht von ungefähr, der Hafen ist nämlich Teil der Rockefeller Dynastie. Die Duschen und Toiletten waren nicht spektakulär, aber wie immer nach einigen Tagen auf See, einfach ein Traum :-). Die Crew enterte auch sogleich den Supermarkt und bunkerte, was immer zu bekommen war. Die Preise insbesondere für Milchprodukte sind echt ein Hammer, aber was soll´s, trockenes Müsli schmeckt einfach nicht. Ebenso interessant ist, dass Joghurt oder Milch hier immer nur in absolut Fettfrei zu bekommen sind ... keine Ahnung, wie man da noch einen schönen Milchschaum zaubern soll. 

Dem Bilgenproblem ist unser bordeigenes Dream-Facility-Team (Franz & Holger) mit selbst gebasteltem Schöpfeimer zu Leibe gerückt, da der Aufwand mit Vakuumsauger zu groß erschien. Man könnte auch sagen, die Herren brauchten Beschäftigung. Am Abend haben wir uns Burger und Fisch im anliegenden Hafenrestaurant gegönnt, zu erstaunlich fairen Preisen. 

Sechster Segeltag - Virgin Gorda Yachtharbour nach Gorda Sound

Für den nächsten Tag hatten wir ebenfalls einen frühen Aufbruch geplant, da die etwas weiter entfernte Insel Anegada auf dem Programmplan stand, und man dort aufgrund der Strömung schon gegen Mittag einlaufen sollte. Nachdem Kati Morgens noch einmal alle Navigationshinweise studierthatte, entschieden wir, Anegada nicht anzulaufen. Die Einfahrt ist mit vielen Untiefen und Strömungen doch recht anspruchsvoll und wir haben nach den Erfahrungen der vergangenen Tage keine Lust ein ein großes Risiko einzugehen. Der Gorda Sound ist eine gute Alternative und ganz insgeheim glaube ich, es war die bessere Wahl. 

Zuerst aber hieß es ablegen mit 5 Bft. Seitenwind. Ich fuhr rückwärts aus der Box und zog soweit möglich das Heck nach Backbord, der Wind drückte dann den Bug auch direkt nach Steuerbord und alles sah gut aus. Wieder im Vorwärstgang lenkte ich nun den Bug noch weiter nach Steuerbord, um an einer etwas weiter nach vorn herausragenden Motoryacht vorbei zu kommen. Gegebenenfalls währe hier ein nochmaliges kurzes zurücksetzen die bessere Wahl gewesen, denn leider fehlte am Ende 1 Meter und der Wind drückte uns nun auf diese Motorboot. In solchen Momenten ist gute Seemannschaft Gold wert und so waren die Fender großartig durch die Crew schnell so platziert, dass wir ohne Berührung am Schiff vorbei kamen. Nur den Anker haben wir etwas touchiert. Das war es dann aber zum Glück auch.  Daraus folgend kämpften wir im Anschluss dann noch kurz mit einem Steg, aber auch das war durch das übergehen von Nadine auf den Steg, schnell erledigt. Sie kam hier nun nur nicht mehr ins Schiff zurück und wir ließen sie durch einen gerade vorbei eilenden Dinghy-Fahrer an der Hafenmeisterei abholen. 
Einmal aus dem immernoch sehr flachen Hafen heraus, wurde nun ersteinmal gesegelt - einfach maldrauflos. Bei 5 Bft schafften wir es sogar fast bis nach Anegada. Die Rudergänger wechselten im Halbstundenrhythmus und so hatte jeder etwas davon. Gegen 13:30 Uhr drehten wir dann aber ab und nahmen Kurs auf den Gorda Sound. 

Folgt man dem betonnten Fahrwasser, ist die Einfahrt zwischen den Riffen recht einfach und vor Vixen Point machten wir fest. Hier hatte ich eigentlich regen Andrang erwartet, zu unserem Erstaunen hatten wir jedoch freie Bojenauswahl und legten uns so nah wie möglich an den Strand. Türkisfarbenes Wasser, ein traumhafter Sandstrand, also besser geht es fast nicht. Die kleine Bar war zwar geschlossen, dafür waren aber auch wenig andere Touristen da. In diesen sauren Apfel beiße ich gerne. Die Hoffnung, dass so vielleicht auch die dort zu entrichtende Liegegebühr entfällt, hat sich jedoch nicht bestätigt, die Besitzer sammelten das Geld per Dinghy ein. Wie immer 30$.

1. Buchttag - Gorda Sound bei Vixen Point

Am nächsten Morgen wurde ich wie so oft sanft von Sandra mit einem Kaffee geweckt. Das wird der erste Tag auf einem meiner Segeltörns, bei dem ich freiwillig einmal nicht ablege und einfach einen lauen Buchttag einlege. So gehen alle den Tag ganz entspannt an. Ein wenig an den Strand legen, schwimmen und schnorcheln ... es lief gut an :-). Gegen Mittag schob sich dann eine gigantische Yacht oder besser ein kleines Kreuzfahrtschiff in die Bucht und ankerte vor unserem Strand. Wir maltenuns nun schon aus, wie Hundertschaften von Touristen in Kürze in unser Eiland einfallen und Trubel und Hektik mitbringen. Alles was wir nun wirklich nicht gebrauchen können. Entsprechend  beobachten und kommentieren wir das Geschehen dort an Bord. 
Später besuchte uns dann aber ein Angestellter der Yacht und klärte uns auf, dass das gesamte Schiff eine einzige Hochzeitsgesellschaft ist und die Hochzeitszeremonie am späten Abend genau hier an "unserem" Strand stattfinden sollte. Die glückliche Braut schien jedoch eine etwas kompliziertere Person zu sein. Sie bat uns durch den Boten, wenn auch ganz nett, unseren tollen Mooringplatz gegen einen etwas weiter hinten liegenden Platz zu tauschen. Offensichtlich störte die Dame, dass unser Boot mitten in ihrem Traum-Foto-Motiv herumdümpelte. Natürlich waren wir überhaupt nicht bereit, unseren tollen Platz zu verlassen und das kommentierten wir dann auch den Rest des Nachmittags mit vielen kleinen Anekdoten zu der vermeintlichen Braut und zu möglichen Gegenleistungen für unser Opfer. Letztlich wollte ich dann aber auch niemandem den Hochzeitstag verderben und so haben wir uns am spätenNachmittag umgelegt. Ich muss nicht erwähnen, dass hier kein Dank, Gruß oder ähnliches folgte. 

Nun waren wir aber extra gespannt, was das für eine spektakuläre Hochzeit wird und wurden doch etwas enttäuscht. Die Zeremonie war sehr einfach und kurz und dann strömten schon wieder alle zurück auf´s Schiff. Wir hatten natürlich fest mit einem Feuerwerk am Abend gerechnet, aber auch das war wohl nicht mehr im Budget. Wo wir nun aber schon einmal in so festlicher Stimmung waren, machten wir eben unsere eigene Party. Ein bunter Musikmix, kalte Drinks und viel Tanz und  Gesang ... der Abend bleibt legendär...

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Kommentare: 24
  • #1

    Yvi (Montag, 14 April 2014 19:58)

    @Kathrin: Was haste denn der Sandra gegeben??? Kaffee... okay, aber Frühaufsteherin??? RESPEKT :-)))
    @Sandra: du weißt es ist liebevoll gemeint :-)))
    Habt noch eine GROßartige Zeit!

  • #2

    Sascha Böckling (Freitag, 08 April 2016 12:23)

    Hallo Kathrin, bist Du (noch) da!? Gruß Sascha

  • #3

    Sam (Montag, 25 Juli 2016 15:27)

    Hallo,
    wirkliche schöne bilder...
    Gruß
    Sam

  • #4

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