Segeltörn British Virgin Islands - First Days

Nach dem wir am Vorabend nach langer Anreise müde und etwas kaputt in der Marina angekommen und alle recht früh in den Kojen verschwunden waren, weckten mich am ersten Morgen gleich 4 Frühaufsteher in meinem Schlaflager an Deck. Um 6:30 Uhr war so mal eben die Nacht zu Ende und wir inspizierten neugierig die Duschen. Es ist wirklich selten, dass beim Segeln mal so viele Damen unterwegs sind, dass man lang anstehen muss und das auch noch um die diese Uhrzeit ... . Wie sich zeigte, kann es vorkommen :-).

"Faraday" Check In

Die Schiffsübergabe lief sehr easy ... es gibt noch nicht mal eine Checkliste. Dream Yacht hat ja schließlich alles vorher gecheckt und deshalb ist auch alles o.k.. Wir entrichteten die notwendigen Nationalpark und Search & Rescue Gebühren und konnten uns passende Schnorchelausrüstungen aussuchen und unsere leeren Reisetasche in der Charterbasis abgeben. Das Schiff ist eine 425 Dufour Namens Faraday, mit 3 Kabinen und jeweiligen WC's. Ein paar kleinere Reparaturen waren fast schon obligatorisch. So musste die Bilge noch etwas trocken gelegt werden, da es schon sprudelnde Überläufe aus der Bilge in die Vorratsräume im Boden gab. Ein Kabinenlicht war noch defekt und die große Überraschung "WLAN an Bord" wollte auch nicht so richtig laufen. Der eilig herbei gerufene AT&T Verantwortliche hat es dann aber sehr zügig gerichtet. Es ist schon ein Unterschied zu Europa, alle hier sind unglaublich nett und auch als kurz vorm Ablegen dann auch noch Landstromstecker durchgeschmort war, war das binnen Minuten gefixt.

Erster Segeltag - Tortola Maya Cove nach Peter Island

Gegen 15 Uhr legten wir dann endlich ab und nahmen auch das Angebot, die etwas heiklere Ausfahrt einem der Guides zu überlassen in Anspruch, da einige Markierungstonnen wohl nicht mehr richtig ausgelegt waren. Wirklich nötig war es dann tatsächlich nicht ... entgegen seiner Empfehlung traue ich mir die Einfahrt dann für Rückkehr tatsächlich auch alleine zu ;-).

In einem kurzen Halbwindkurs-Ritt sind wir im Anschluss bei 5 Bft und 7 Knoten Fahrt in nur knapp einer Stunde nach Peter Island geflogen. Das Latten-Groß steht hervorragend und die ersten Manöver liefen dank der Vorerfahrung der Crew sehr gut. Es war, als wären wir gestern erst zusammen unterwegs gewesen :-). Im Great Harbour ergatterten wir eine der letzten Bojen und das erste Bad im dann doch kühlenden Wasser war großartig. Franz und Sandra kochten im Anschluss köstliche Pasta und gegen 10 Uhr Abends schlug das JetLag zu und wir betteten uns gesammelt zur Nachtruhe.

Zweiter Segeltag - Peter Island Great Harbour nach Jost van Dyke Great Harbour

Heute waren die Frühaufsteher schon eine Stunde später dran und kochten auch gleich leckeren Kaffee. Um 7:15 Uhr half mir dieser Duft schnell aus den Federn, denn ich hatte mein Lager abermals an Deck aufgeschlagen und trotz heftig wehender 5-6 Bft sehr gut geschlafen. 

Das morgendliche Bad war obligatorisch und im Anschluß schmeckte das erste Frühstück in der Bucht hervorragend. Die aufkommende Bewölkung verhieß allerdings, dass es heut kein klassischer Sonnentag würde. Das änderte auch die Planung, heute einfach einen kleinen Hüpfer nach Norman Island zu machen. Statt dessen stand nun direkt Jost van Dyke mit dem Great Harbour auf dem Plan. Great Harbour steht hier aber weniger für eine große Marina, sondern einfach für die größte Bucht der Insel. Entgegen den Angaben in meinem Törnführer sind hier an einem Steg auch Diesel, Eis und Wasser zu haben. Das Wasser kostet 30 Cent pro Gallone. Wir segelten also gegen 11:30 Uhr los. Das Großsegel (Reff1) hatten wir, da der Wind günstig stand, bereits in der Bucht gesetzt und segelten auf Raumschotskurs los. Nachdem auch die Genua gesetzt war, legten wir für das Groß einen Bullenstandar und fuhren auf Vorwindkurs im Schmetterling weiter. Nadine übernahm das Ruder und segelte uns erst im Schmetterling, dann im Raumschotskurs durch die Inselgruppe im Westen von Tortola. später dann im Halbwindkurs nach Jost van Dyke. Der recht konstante Ostwind machte allen riesig Spaß und mit bis zu 7 Knoten waren wir in 2,5 Stunden vor Ort. 

Auch hier ergatterten wir sogleich eine der freien Bojen und freuten uns auf einen schönen Landgang. Diese Rechnung hatten wir allerdings ohne die Herren der Runde gemacht, deren kurzer Dinghy -Test (Beiboot) -Ausflug ca. 1,5 Stunden oder anders gesagt, so 2-3 Guiness dauerte. Irgendwann waren sie aber zurück und auch wir konnten uns auf der Insel die Füße vertreten. Das dauerte dann auch gleich bis in den Abend, denn die Bars und Cocktails konnten sich sehen lassen. Zum Abendessen gab es Lobster oder Catch of the Day, sehr vorzüglich und der Vanilla Killa Cocktail tat sein Übriges. Ein wunderbarer karibischer Abend, den wir in der berühmten Foxy's Bar mit Musik und Tanz genossen. Hier hatten schon John Travolta und andere Celebs auf den Tischen getanzt und tausende Besucher sich mit ihren Visitenkarten und Kleidungsstücken an den Wänden verewigt. 

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Kommentare: 1
  • #1

    Jörg Kranke (Dienstag, 08 April 2014 15:34)

    Totaler Neid. Ich freue mich auf deine kommenden Berichte. Liebe grüße an die begleitenden Damen. Jörg