Segeltörn British Virgin Islands 2014 - Anreise

Nach vielen Monaten der Vorfreude und Vorbereitung ist es nun endlich soweit, wir machen uns auf zu den British Virgin Islands. 2 Wochen Segeln und gern auch mal die Seele in der ein oder anderen Bucht baumeln lassen. Kein Stress, kein unbedingt zu erreichendes Seemeilenkontingent und ein überschaubares Inselgebiet klingen verlockend und lassen die vergleichsweise komplizierte Anreise dann hoffentlich schnell vergessen. Ein detaillierter Bericht unserer Reisevorbereitungen folgt noch, so dass ich hier nur auf einige wenige Highlights eingehe. 

Am 5. April starteten wir vom HBF Düsseldorf per Bahn zuerst nach Frankfurt, von dort brachte uns Condor in knapp 10 Stunden nach San Juan (Puerto Rico). Weiter ging es dann mit Seaborne Airlines nach Tortola, die größte der Britisch Virgin Islands. 

Die Anreise

Die Zugfahrt war an einem Samstag morgen natürlich sehr entspannt und so waren wir überpünktlich in Frankfurt. Wir hatten eine Bahnverbindung als Puffer gelassen, falls es doch irgendwo zu einem Ausfall kommt. Der Check-In Schalter war dennoch schon gut gefüllt, so dass wir spontan beschlossen vor Ort noch online einzuchecken, um dann den recht leeren Bagage Drop Off Schalter zu nutzen. Leider hatte Franz etwas Pech, die online Buchung wollte nicht klappen, so dass er doch in der Schlange warten musste. Die Wartezeit konnte ich nutzen, um die recht heftigen Zusatzgebühren für meine Gitarre (2. Gepäckstück = 75 EUR) am Ticketschalter zu entrichten. Der gleiche Preis wird auf dem Rückweg natürlich noch einmal  fällig. Immerhin kam die Gitarre ins Sondergepäck, so dass sie hoffentlich wohlbehalten ankommt. 

Nach dem Check-In gönnten wir uns ein Frühstück und waren überrascht, dass die Sicherheitskontrollen in Frankfurt sehr entspannt oder fast ein wenig träge voran gingen. Auch mit dem Boarding ließ man sich Zeit, aber irgendwann hoben wir ab. Condor bietet in der Economy Class zwar kein Entertainment-System direkt am Sitzplatz, insgesamt war der Service aber sehr gut und der Flug ließ sich so gut aushalten. Kleiner Tipp noch für alle groß gewachsenen. Wir sind mit einer Boeing 767 300 geflogen, die jeweils an den Fensterreihen 2 Plätze und Mittelreihen mit jeweils 3 Plätzen bot. So verlockend die Fensterplätze auch sind sind, dort ist die Beinfreiheit deutlich geringer als in den Mittelreihen. Wir hatten Mittelplätze und Sandra konnte mit ihren 1.80m bequem sitzen, während Kati mit knapp 1.70m an den Seitenplätzen etwas weniger Platz hatte.

Nach 9.5 Stunden war es dann geschafft und zu unserer Überraschung wurde wir als Transitreisende in eine Fastlane für die Imigration sortiert, so dass wir nach wenigen Minuten schon durch waren. Genauso überraschte uns, dass wir keine Gepäckgebühr bei Seaborne Airlines für den Weiterflug bezahlen mussten, die wird eigentlich für jedes Gepäckstück fällig, offensichtlich jedoch nicht, wenn Condor direkt alles durchcheckt. Das galt sogar für meine Gitarre.

Der Weiterflug mit einer recht kleinen zweimotorigen Propellermaschine war dann schon etwas abenteuerlicher, lief dann aber doch recht unkompliziert und so waren wir sogar überpünktlich in Tortola. Hier füllten wir das gefühlt 70ste Einreiseformular aus, mussten mehrfach erklären, dass 6 gemeinsam reisende Personen noch lange keine Familie sein müssen, haben es irgendwann aber auch hier mit der Einreise geschafft. Und gerade als wir das nächste Taxi suchten, überraschte uns Dream Yacht Charter mit einem Abholservice. Das überraschende daran war, dass der ursprünglich von uns gewünschte Abholservice für 6 Personen und 5 km 180 EUR kosten sollte. Das war uns dann doch zu teuer und so lehnten wir ab. Der Fahrer nun verlangte 10 Dollar pro Person, das ist der Regeltarif und so für uns perfekt. So konnte es weiter gehen.

Am Schiff angekommen wurden eilig die Kabinen verteilt und die Taschen ausgepackt, im Anshcluss hofften wir hungrig, dass der Supermarkt unsere bestellten Waren lieferte - dienHoffnung mussten wir denn gegen 10 aufgeben und haben dann. Netter Weise bekamen wir im Hafenrestaurant noch French Fries und Chicken Wings und dann sind wir auch schnell und völlig Müde in die Koje gefallen. Ich hab mein Lager für die Nacht an Deck aufgeschlagen und genoss die laue Brise.

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