Jollen-Flotte Auswintern - Saisonauftakt bei FLEUTH-SAILING

Fleuth-Sailing Roermond Hatenboer

Auch wenn der Winter noch nicht so recht weichen will, heißt das ja nicht, dass man sich nicht schon auf die neue Segel-Saison freuen und vorbereiten kann. Aus diesem Grund hat sich gestern in Roermond ein kälteresistenter Teil des FLEUTH-SAILING Teams zur Auswinterung der Jollen-Flotte zusammen gefunden - ich eingeschlossen.

 

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falschen Klamotten

Der Kälte trotzte ich mit guter Ausrüstung, die allerdings zum großen Teil eher aus Skisachen bestand. Ski-Socken, Thermounterwäsche, Skihose, Daunenjacke, erst darüber habe ich auch das standesgemäße Ölzeug angelegt. Schließlich galt es die Schiffe auf dem Wasserweg die Maas hinunter von Wessem nach Roermond zu überführen. Und kurz gesagt, ich war um jedes einzelne Stück Stoff froh, dass ich eingepackt hatte. Die Sonne hat sich leider nicht blicken lassen und so musste es eben die Eskimoverkleidung richten. Mit von der "kalten" Partie waren natürlich die Inhaber Petra und Andreas Fleuth, die von den 2 ältesten Söhnen tatkräftig unterstützt wurden, sowie mit Oliver, Jörg, Norbert und mir 4 weitere Segellehrer und -freunde. Nominell also genug Mitstreiter für 4 Jollen und ein Motoboot.

 

Treffpunkt war unsere Basis in Roermond Hatenboer, wo wir die nötige Ausrüstung zusammen packten und uns auf nur 2 Autos für die Weiiterfahrt nach Wessem verteilten. Dort überwintern die Boote auf einem privat geführten Hof in großen Scheunen zusammen mit einer ganzen Wohnwagen-Armada und dem ein oder anderen Sportflitzer, die ebenfalls auf den Frühling warten.

Motorbootausbildung Roermond Hatenboer

Die Flotte wird auf Hochglanz poliert

Um in die neue Saison auch mit perfekt vorbereitetem Material zu starten, befreiten wir die Schiffe  gemeinsam von den Spuren der letzten Saison. Algen- und Muschelbewuchs waren zwar schon beim Einwintern dem Hochdruckreiniger zum Opfer gefallen, jetzt fehtle eigentlich nur noch der saisonfrische Glanz. Mit ordentlich Poliermittel rückten wir ans Werk und nach knapp einer Stunde sah alles "fast" wie neu aus :-).

 

Nun erhielt auch das jüngste Boot der Flotte "Bibo" seine neue FLEUTH-SAILING Beklebung. Sein Vorgänger "Oli" hatte sich nach langen Jahren den Ruhestand redlich verdient und so erstrahlt BiBo nach seiner ersten Saison nun im neuen Kleid. Beste Voraussetzungen also für die in dieser Saison noch intensivere Motorbootausbildung.

 

Bestens versorgt wurden auch wir, denn die FLEUTHsche Picknicktasche überraschte uns wie immer mit allerlei Köstlichkeiten. Würstchen, Brötchen. leckerer Schokokuchen, Getränke ... alles da. Während wir es uns schmecken ließen und mit viel Geduld auf den Kran im Wessemer Hafen warteten, kreiste wie immer auch der werfteigene Hund mit Wasser im Mund um unsere Leckereien. Kleiner Tipp: nicht füttern, sonst hat man einen sehr, sehr treuen Freund, der einem nicht von der Seite weicht - jedenfalls so lange bis alles lehr gefuttert ist ;-).

 

Und endlich gehts auf´s Wasser

Zum Glück hat alles warten einmal ein Ende und dann ist es ein großartiges Gefühl, wenn die Schiffer endlich wieder im Wasser liegen. Gefühlt ist es endlich wieder Wassersport und schon nach wenigen Minuten ist es, als hätte es die lange Winterpause gar nicht gegeben - wenn man die kalten Finger und Füße einmal erfolgreich ignoriert. Im Nu sind die Motoren warm gelaufen, die ersten Masten wieder aufgestellt und Leinen sowie Crews verteilt.

Auswintern FLEUTH-SAILING

In 3 Gruppen (Motorboot & 2x2 Jollen) legen wir in Richtung Roermond ab. Unter Motor führt die erste Teilstrecke bis zur kleinen Schleuse in Heel. Zwar bläst uns der kalte Wind ordentlich ins Gesicht, trotzdem ist jeder froh wieder die sprichwörtliche handbreit Wasser unter dem Kiel zu haben - die Stimmung ist gut. Es wird dennoch nicht gebummelt und so geht es stromabwärts zügig voran. Danach hat offensichtlich auch der Schleusenwart Mitleid mit uns und gibt nach nur ca. 10 Min. Wartezeit die Tore zur Einfahrt frei. Andreas überführt indes auf dem Landweg eins der Autos zurück zur Roermond Basis und besorgt noch schnell fehlende Schekel und Bolzen.

 

Nachdem auch die Schleuse passiert ist, ist das zweite Teilstück fast ein Katzensprung. Jetzt kriecht die Kälte allerdings langsam auch durch die dicksten Bekleidungsschichten und so ist jeder froh, als wir nach ca. 1,5 Stunden endlich in den Heimathafen Roermond Hatenboer einlaufen und Schiffe und Boxen nun für die Saison einrichten können. Schlösser anbringen, Pützen und Paddel verteilen und auch die letzten 2 Masten aufstellen. Alles ist dank Andreas´ erfahrenen Handgriffen schnell erledigt und auch die Fleuth-Söhne schwingen voller Eifer Pütz und Schwamm.

 

Während nun noch das zweite Auto aus Wessem überführt werden muss, machen Jörg und ich es uns im anliegenden Café bequem. Der dort frisch angefeuerte Kamin kommt wie gerufen und so wärmen wir uns davor mit Kaffee und Baileys wieder auf und ließen das Seemannsgarn der letzten Saison revue passieren.

 

Ein kalter aber großartiger Tag und ganz viel Vorfreude auf die neue hoffentlich sonnige Saison :-).

 

 

Fotoalbum Jollen-Flotte Auswintern FLEUTH-SAILING

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Kommentare: 1
  • #1

    Oliver (Samstag, 06 April 2013 20:10)

    Stimmt, es war schön! Und ich spür auch meine Füsse wieder :-) Sehr schöner Bericht!